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GENRES

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Das musicline.de-Genrelexikon bietet Hintergründe zu den verschiedensten Stilen und Phänomenen in der Musik. In jedes Thema führt ein kurzer Text ein, der die wichtigsten Entwicklungen, einflussreichsten Künstler und besten CDs vorstellt. Das Genrelexikon erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern wird fortwährend erweitert und aktualisiert.

Salsa
"Salsa Is A Sauce"

 

Wie die Karibik Lebensfreude in die Hüften der Welt blies

"SALSA !" rief der "wilde Mann der Rhythmen" Beny Moré, bevor das Instrumentalsolo einsetzte. Der Pate des modernen Latinbeats wurde 1919 in Cienfuegos/Kuba geboren und gilt vielen Musikern noch heute als unerreichtes Vorbild. Er starb 1963. Die Rumba, der Guajira, die Cumbia, der Son, der Charanga um nur einige zu nennen, geben das unwiederstehliche Etwas an Bewegung das die kubanischen Gruppen Irakere, Los van Van oder Sierra Maestra so einmalig ausdrücken, um die gegenwärtig moderneren zu nennen.

In einem seiner letzten Interviews sagte Tito Puente"Salsa is a sauce..." Wenn einer wusste was Salsa ist dann Er. Eine Sauce mit vielen Gewürzen insbesondere der Karibik und hier insbesondere Kubas. Tito Puente kam aber nicht aus Kuba sondern aus Puerto Rico. Er liebte die Frauen und stand mit Ihnen auf den Bühnen der Welt, von Celia Cruz bis La India. Sein Spielplatz war New York. Hier in den Latin Barrios war die Heimat des Fania Labels und der legendären Fania Allstars unter Johnny Pacheco. Bei Ihnen traf sich alles was in der Latinscene Rang und Namen hatte.

Sound der Großstädte

Der Nuyorican Style ist Markenzeichen für urbane musikalische Qualität und Lebensfreude. Die Masters at Work setzten diesem einen Meilenstein unter anderen auch mit Eddie Palmieri. Im Big Apple trifft man sich regelmässig egal ob man aus Kuba oder Panama kommt, wie Willie Colon und Ruben Blades, der "Latin-Bruce Springsteen", die mit "Siembra" eine der erfolgreichsten Salsaproduktionen umsetzten.Aber nicht nur in N.Y. finden wir diese Spielart. Sie ist in fast allen amerikanischen Grossstädten präsent, insbesondere da, wo wir grössere Latin-Communities finden wie in Los Angeles oder Miami. Die Miami Sound Machine mit Gloria Estefan und Emillio Estefan sind in letztgenannter bisher die fleissigsten gewesen auch wenn Donna Gloria derzeit Miss Lopez das internationale Terrain streitig macht. Sicherlich ist hier nicht alles Salsa aber sie ist popfähiger denn je.

Diese eklektische Musik, hier mit der Cumbia, hat auch in Kolumbien zwischen Barranquilla, der Heimat des Exportschlagers Joe Arroyo und Cali ihre begeisterten Anhänger. -Nach Venezuela zog es den Kubaner Oscar D´Leon und der Trompeter Jesus Almany ist öfter in London anzutreffen denn in Kuba.Selbst in den afrikanischen Kontinent schwappte die Salsa zurück, denn in den frühen Sechzigern tourten Bands wie das Orquesta Aragon durch das Land und begeisterten die Massen sodass sich Bands wie Africando gründeten und der Rumba zwischen Senegal und Zaire Gehör verschafften.Wer im Japan der Achtziger toutrte weiss ich nicht aber es gab dort eine erstklassige Salsa-Band namens Orquesta de la Luz.

Weltumspannendes Lebensgefühl

Dizzy Gillespie erfand den Afro-Cuban Jazz. Sein Erbe trat Paquito D´Rivera im United Nations Orchestra an, damit wir die Jazz-Variante hier nicht ausser acht lassen. Auch Meister Puente spielte seine letzte Aufname mit der Basie Big Band ein und Coolcats wie Jerry Gonzalez sind für jede Session bereit. Die Salsa ist ein weltumspannendes urbanes Lebensgefühl immer noch eklektischer als alles andere. Das lassen auch HipHopArtist wie die Orishas hören die der Sauce noch ein Gewürz beifügen das sie noch nicht kannte ...

Weitere Meister dieses Genres sind:

Fruko, Mario Bauza, Perez Prado, Jane Bunnett, Juan Carlos Alfonso y su Dan Den, Patato, Arturo Sandoval

Diese Alben besitzen Schlüsselqualitäten :

Joe Arroyo: Rebellion [1989]
Ruben Blades: Caminando [1991]
Tito Puente: Homenaje A Beny Moré [1991]
Beny Moré: De Verdad [1992]
Fruko: Y Sus Tesos [1993]
Africando: Trovador [1993]
Sierra Maestra: Tibiri Tabara [1997]
J.C. Alfonso: Y Su Dan Den Salsa En Ataré [1998]
Cubanismo: Reencanación [1998]
Tito Puente: Special Delivery [1999]
Paguito D´Rivera & The United nations Orchestra: Live At manchester Craftsmen´s Guild [1999]